23.01.2016 Samstag Eisrettungsübung auf dem Wedeler Mühlenteich

Nun ist schnelle Hilfe geboten

Im Uferbereich gibt es zunächst ein paar Hinweise

Mit lautem Knacken gibt das Eis nach

Mit einem Spineboard und auf dem Bauch liegend nähert sich der Retter dem Verunglückten

Der Patient liegt sicher auf dem Spineboard.

Mitglieder des JET üben mit der Schleifkorbtrage

Teilweise war das Eis so dünn, dass der Retter mit einbrach

Transport auf dem Eis

JET und SEG üben gemeinsam die Rettung aus dem Eis

Am Samstag, den 23.01.2016 fand eine Eisrettungsübung auf dem Wedeler Mühlenteich statt. Rettungsschwimmer der Schnelleinsatzgruppe (SEG) übten gemeinsam mit dem Jugendeinsatzteam (JET) der DLRG Wedel, wie man sich im Einsatzfall auf dem Eis bewegt und wie man Personen, die im Eis eingebrochen sind, gerettet werden können.

In einer kurzen Besprechung im Gerätehaus der DLRG wurden zunächst die wichtigsten Verhaltensregeln und Sicherheitsmaßnahmen besprochen. Anschließend fuhren die Wasserretter zum Wedeler Mühlenteich.

Gesichert durch Rettungswesten ging es zunächst im Uferbereich, wo der Mühlenteich nur wenige Zentimeter tief ist,  auf das Eis. Trotz der frostigen Tage in der letzten Woche war das Eis noch dünn und deutlich war das Knacken der Eisfläche zu hören.

Jochen Möller, Vorsitzender der DLRG Wedel, erklärte den Jugendlichen dabei, auf was besonders geachtet werden muss, und wo das Eis besonders dünn ist.

In der Zwischenzeit waren die Helfer der SEG in die Überlebensanzüge geschlüpft. Mit einer Leine gesichert wagten sie sich immer weiter auf das Eis, bis die Eisfläche schließlich mit einem lauten Knacken nachgab. Anschließend wurde mit Hilfsmitteln wie einem Spineboard oder einer Schleifkorbtrage die Rettung aus dem Eis geübt.

Auch die Jugendlichen des JET durften anschließend mit den Überlebensanzügen auf das Eis und haben die Rettung eines Verunglückten geübt.

Für alle Beteiligten war die Übung eine sehr wertvolle Erfahrung. Selbst mit Überlebensanzug war es  fast unmöglich, sich selbst aus dem Eis zu befreien. Ohne den schützenden Anzug wäre der Körper in wenigen Minuten so stark ausgekühlt, dass Bewegungen unmöglich wären.

Umso wichtiger ist es, dass es im Ernstfall gar nicht erst so weit kommt. So sollten Eisflächen nur betreten werden, wenn sie offiziell freigegeben sind und selbst dabei immer die Eisregeln der DLRG beachten.

Passiert es doch, dass jemand ins Eis einbricht, ist allerhöchste Eile geboten:

  • In jedem Fall als erstes den Notruf über die 112 absetzen!
  • Bei der Hilfeleistung unbedingt den Selbstschutz beachten und sich nicht unnötig in Gefahr begeben.
  • Falls die Person nicht weit vom Ufer entfernt ist, versuchen Sie, ihr vom Land aus Hilfsmittel zuzureichen. Dies können Stangen, Äste, oder Leinen sein, aber auch Rettungsball, Rettungsstange bzw. Rettungsring.
  • Muss man zur Rettung die Eisfläche betreten, so verteilen Sie Ihr Gewicht, indem Sie sich auf das Eis legen. Versuchen Sie Hilfsmittel, wie Bretter, Leitern, Äste oder Seile zuzureichen. Zur Not kann hier auch eine Jacke oder ein Schal helfen. Stehen keine Hilfsmittel zur Verfügung, bilden Sie zusammen mit anderen Passanten eine Menschenkette, indem Sie sich jeweils an den Füssen des Vordermannes festhalten.
  • Nach der Rettung muss die verunglückte Person möglichst in einen beheizten Raum verbracht und/oder mit Decken oder trockener Kleidung zugedeckt werden. Da die Person stark unterkühlt ist, müssen unbedingt unnötige Bewegungen oder "trockenrubbeln" vermieden werden.

 

Kategorie(n)
Jugend, JET

Von: Martin Leuschner

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